Curcumin: Bleibelastet und verfälscht oder sichere und gesundheitsförderliche Nahrungsergänzung?

Die Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer oder Gelbwurz genannt, aus der Familie der Ingwergewächse, ist in Tropen und Subtropen heimisch und wird u.a. für die Herstellung des Curry-Pulvers und als natürlicher Farbstoff verwendet. In der traditionellen Naturkunde Indonesiens und Indiens (Ayurveda) wird Kurkuma bereits seit mehreren tausend Jahren als Mittel gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt.

Hierfür relevante Inhaltsstoffe sind das Curcumin und ca. 90 weitere verwandte Verbindungen, zu denen es mittlerweile über 3000 wissenschaftliche Studien zur Wirkung gibt. Zugeschrieben werden Curcumin vielseitige Eigenschaften. 

Auf Grund ihrer intensiv gelben Farbe ist die Wurzel der Kurkumapflanze als Farbstoff sehr beliebt. Die Farbe verblasst jedoch bei falscher Lagerung schnell. Sie ist wesentlich preisgünstiger als Safran, weswegen sie zum Färben von zahlreichen Lebensmitteln eingesetzt wird. Als Gewürz wird sie insbesondere in Indien und Südostasien verwendet. In diesen Ländern liegen auch die Hauptanbaugebiete, die große Teile der Produktion selbst verwenden. Ein geringerer Anteil wird exportiert. 
Bangladesch, wo ebenfalls Kurkuma angebaut wird, geriet im Jahr 2019 plötzlich in die Schlagzeilen. In zahlreichen Kurkuma-Proben wurde Blei nachgewiesen. Blei reichert sich schon in geringen Mengen im Knochen an und kann zu chronischen Vergiftungen führen und Krebs auslösen. Die kognitive Entwicklung bei Kindern kann durch die Aufnahme von Blei stark negativ beeinflusst werden. Die Forscher ermittelten die Ursache für die bleibelasteten Kurkuma-Proben: Die geernteten und gemahlenen Gelbwurzeln wurden mit Bleichromat verfälscht, ein stark gelber und sehr stabiler Farbstoff, der jedoch für den Menschen giftig ist. Dies führte nicht nur zu erhöhten Bleiwerten in exportierter Ware, sondern gefährdete Vorort zahlreiche Menschen, die von Anbau und Verarbeitung der Kurkuma leben oder die Wurzel selbst zum Würzen verwendet hatten. Im Blut der Menschen konnten erhöhte Blei-Werte nachgewiesen werden. Die Verunsicherung schwappte schnell nach Westen, wo das Curcumin aus der Wurzel auf Grund seines positiven, gesundheitlichen Nutzens häufig als Nahrungsergänzung eingesetzt wird. 

Die EU hat bereits 2008 einen Höchstwert für Blei in Nahrungsergänzungsmitteln festgelegt, der von den Lebensmittelbehörden stichprobenartig überprüft wird. Hersteller und Importeure müssen diesen Grenzwert einhalten. Der Bleigehalt darf demzufolge 3 mg pro Kilogramm nicht überschreiten. Eine Reihenuntersuchung des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ergab 2014 einen durchschnittlichen Bleigehalt in Kurkuma (Gewürz) von 0,132 mg/kg. Da nur sehr geringe Mengen als Gewürz oder in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden (bezogen auf den reinen Curcumin-Gehalt), ist das Risiko einer Gefährdung als sehr gering anzusehen. Trotzdem sollten zuverlässige Hersteller von Präparaten eigene Analysen ihrer Produkte nachweisen können. Dies schafft Vertrauen in die Qualität der Produkte, denn die Gesundheit der Kunden hat oberste Priorität. Um sicher zu gehen, dass keine verfälschte Ware in Curcumin-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln beigemischt ist, sollte man 
•    beim Hersteller nachfragen, aus welchen Ländern die Rohstoffe stammen und ob dazu ein Nachweis vorliegt, 
•    Reisemitbringsel oder Erzeugnisse aus dem Ausland, die via Internet bestellt werden, nicht verzehren, 
•    Vertrauenswürdige Händler und Vertriebswege auswählen, z. B. Apotheken, Biohandel oder Reformhaus,
•    nur Hersteller auswählen, mit einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem

Hohe Qualität: Curcumin Extrakt 45 Dr. Wolz

Die Rohstoffe von Curcumin Extrakt 45 Dr. Wolz stammen nicht aus Bangladesch. Zudem wird das Produkt in regelmäßigen Abständen von zertifizierten deutschen Laboren auf Schwermetalle wie Blei untersucht. Dies bedeutet, dass die Firma Dr. Wolz proaktiv agiert und hohe Qualität seiner Produkte garantiert. 

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Quellen:
Verordnung (EG) Nr. 629/2008 der Kommission vom 2. Juli 2008 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln Amtsblatt Nr. L 173 vom 3.7.2008, S. 6-9

Forsyth JE, Weaver KL, Maher K, Islam MS, Raqib R, Rahman M, Fendorf S, Luby SP. (2019): Sources of Blood Lead Exposure in Rural Bangladesh. Environ Sci Technol. 53(19):11429-11436.

Forsyth JE., Nurunnahar S., Islam SS., Baker M., Yeasmin D., Islam MS., Rahman M., Fendorf S., Ardoin NM., Winch PJ., Luby SP. (2019): Turmeric means "yellow" in Bengali: Lead chromate pigments added to turmeric threaten public health across Bangladesh. Environ Res. 179(Pt A):108722.

www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/schwermetalle/blei/index.htm (abgerufen am 25.1.2020)

www.lgl.bayern.de/lebensmittel/warengruppen/wc_53_gewuerze/ue_2014_gewuerze_schwermetalle.htm (abgerufen am 25.1.2020)

www.verbraucherzentrale.de/wissen/projekt-klartext-nem/schwer-gefaehrlich-giftige-schwermetalle-13363 (abgerufen am 25.1.2020)

www.laves.niedersachsen.de/startseite/lebensmittel/lebensmittelgruppen/nahrungsergaenzungsmittel/schwermetalle-in-ayurvedischen-nahrungsergaenzungsmitteln-164611.html (abgerufen am 25.1.2020)
 


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