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Curcumin: Wie man die Aufnahme und dadurch die Wirkung verbessern kann

Kein Zweifel: Kurkuma steht in der Rangliste der Superfoods ganz weit oben. Kein Wunder, denn über 6000 Studien belegen inzwischen die positive Wirkung der goldenen Knolle, die in Indien auch den Namen "Gewürz des Lebens" trägt.

Was ist Kurkuma und was ist Curcumin?

Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer oder Gelbwurz aus der Familie der Ingwergewächse ist in Indien und Südostasien heimisch. Viele kennen Kurkuma sicher aus der Verwendung für die Herstellung des Curry-Pulvers und als natürlichen Farbstoff. Aber darüber hinaus wird Kurkuma in der Naturkunde Indonesiens und Indiens (Ayurveda) bereits seit mehreren Tausend Jahren eingesetzt. Der für die Gesundheit interessante Hauptinhaltsstoff ist das zu den sekundären Pflanzenstoffen der Phenole gehörende Curcumin sowie weitere Curcuminoide. Das heißt, Kurkuma ist die Pflanze und Curcumin ist deren wichtigster Inhaltsstoff. 

Problem: Curcumin hat nur geringe Bioverfügbarkeit

In der Annahme, die zahlreichen gesundheitlichen Vorteile zu nutzen, die Kurkuma bietet, streuen  sich viele Menschen das gelbe Pulver über ihr Essen oder bereiten sich damit ein Getränk zu. Sehr beliebt ist zurzeit die Kurkuma-Milch, auch „Golden Latte“ genannt. Fakt ist: Kurkuma enthält nur einen geringen Anteil an Curcumin – ungefähr zwei bis fünf Prozent. Hinzu kommt, dass Curcumin fettlöslich ist und deshalb in der wässrigen Umgebung des Darmes nur schlecht absorbiert wird. Der Körper scheidet es zu rund 90 Prozent wieder aus. Dies bedeutet, dass man Unmengen von Kurkuma essen müsste, um tatsächlich eine positive gesundheitliche Wirkung zu erzielen. Wer also wirklich von der positiven Wirkung des Curcumins profitieren möchte, sollte auf einen Curcumin Extrakt in Kapseln zurückgreifen, bei dem die Bioverfügbarkeit des Curcumins deutlich erhöht wurde. 

Methoden zur besseren Aufnahme von Curcumin

Bei dem Versuch, die Wirksamkeit von Kurkuma zu verbessern, wird es häufig mit Pfeffer (Piperin) kombiniert. Nachteile: Die bessere Aufnahme wird hier durch die Reizung der Magenschleimhaut erreicht, die zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Zudem nimmt der Körper Curcumin mit Pfeffer zwar rasch auf, doch ebenso schnell sinkt der Curcuminspiegel auch wieder ab. Ein weiterer schwerwiegender Nachteil von Piperin ist, dass es die Wirkung von Medikamenten verringern oder verstärken kann. So hemmt Piperin z.B. den Abbau von Theophyllin, ein Antiasthmatikum zur Behandlung von chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) und Asthma bronchiale. Eine andere Methode zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit sind Micellen. Dabei wird Curcumin in chemische Emulgatoren wie Polysorbate eingebettet. Dadurch richten sich die fettlöslichen Moleküle zu Mizellen (grenzflächenaktive Substanzen) aus und werden nach außen hin wasserlöslich. Allerdings hat sich der der Einsatz von Micellen aufgrund der verwendeten Polysorbate in Studien wegen der Nebenwirkungen als nachteilig erwiesen. Sie greifen in den menschlichen Stoffwechsel ein und können eventuell ungünstigen Einfluss auf die Darmflora haben. In Tierversuchen zeigte sich, dass Polysorbate Darmerkrankungen fördern. In Studien mit Menschen traten Nebenwirkungen wie Übelkeit  u.a. auf. Auch die Nutzung von Polyvinyl Pyrrolidone (PVP), einer wasserlöslichen Polymer-Matrix, ist nicht zu empfehlen. Denn deren Einsatz erfordert die Nutzung von Lösungsmitteln. Zudem besteht die Möglichkeit für PVP-Partikel das Risiko eines anaphylaktischen Schocks.

Beste Möglichkeit zur verbesserten Aufnahme: Cyclodextrin

Was ist also die zurzeit beste Möglichkeit, um die Aufnahme von Curcumin zu verbessern, sprich die Bioverfügbarkeit zu erhöhen, ohne den Stoffwechsel negativ zu beeinflussen? Auf Basis der Studienlage ist die Einbettung des Curcumins in einen Cyclodextrin-Mantel die zurzeit beste Möglichkeit. Dadurch kann nicht nur die Bioverfügbarkeit des Curcumins deutlich erhöht werden, um dem Körper möglichst viel Curcumin zur Verfügung zu stellen. Cyclodextrin ist zudem ein reiner Naturstoff, der den menschlichen Stoffwechsel nicht beeinträchtigt. Es handelt sich dabei nämlich um Glucose, also Traubenzucker. Diese Methode wird übrigens bei dem sehr beliebten Kapsel-Präparat Curcumin Extrakt 45 von Dr. Wolz eingesetzt. Und diese Methode funktioniert so: Die fettlöslichen (lipophilen) Curcuminmoleküle werden in einen Ring von Cyclodextrinmolekülen eingebettet, und zwar so, dass sich eine hydrophile (wasserliebende) Außenseite und in ihrem Innern ein lipophiler, also fettfreundlicher Hohlraum ergibt. In diesem Hohlraum hält sich das Curcumin-Molekül auf, bis es im Darm angelangt ist. Dort wird es von den Cyclodextrinmolekülen einzeln zur Darmwand transportiert wo es gut aufgenommen werden kann. Das Cyclodextrin wird abgebaut und ausgeschieden.

Höhere Bioverfügbarkeit wissenschaftlich belegt

Die höhere Bioverfügbarkeit des mit Cyclodextrin kombinierten Curcumins wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen. Dabei wurde den Versuchspersonen einmal normales Curcumin gegeben sowie drei verschiedene Curcuminpräparate, von denen die Hersteller sagen, die Bioverfügbarkeit sei besonders hoch – inklusive Curcumin Extrakt 45 von Dr. Wolz. Das Ergebnis: Curcumin Extrakt 45 wurde bis zu 40 Mal effizienter aufgenommen als herkömmliche Curcuminpräparate! Daraus folgt, dass Curcumin Extrakt 45 dem Organismus das Potenzial des Curcumins in einem wesentlich höheren Umfang zur Verfügung stellt als bisher erhältliche Curcumin-Produkte. Übrigens: Die 40fache Bioverfügbarkeit ist gleichbedeutend mit einer Steigerung der Bioverfügbarkeit um 4000 Prozent.  

 

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